Werkzeugkasten

Der ekip-Werkzeugkasten

Der ekip-Werkzeugkasten ist eine Sammlung von guten Beispielen, langjährigen Erfahrungen und praktischen Tipps und leistet somit einen wichtigen Beitrag für den Wissenstransfer im Bereich der Gesundheitsförderung bei Familien mit Migrationshintergrund. Alle, die ein Angebot in diesem Bereich planen oder bereits umsetzen, finden hier konkrete Hilfestellungen für die Praxis. Ziel des Werkzeugkastens ist es, dass die Initiativen vor Ort von den Erfahrungen und Anregungen anderer Angebote profitieren, sich stärker austauschen und vernetzen – und so die Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit von Gesundheitsförderungsangeboten für Menschen mit Migrationshintergrund verbessert werden.

Die Besonderheit des Werkzeugkastens ist es, dass er mit Beispielen aus der Praxis gefüllt ist, die aufzeigen, wie Angebote zur Übergewichtsprävention bei Familien mit Migrationshintergrund erfolgreich gelingen können. Erstmals werden diese Erkenntnisse in einem Werkzeugkasten für Praktiker zusammengeführt. Experten und Praktiker kommen zu Wort, geben ihre wichtigen Erfahrungen weiter und zeigen an konkreten Beispielen erfolgreiche Ansätze der Gesundheitsförderung bei Familien mit Migrationshintergrund auf. In insgesamt drei Workshops – den „Werkstätten“  – wurden gelungene Beispiele und Erfolgsfaktoren diskutiert. Darüber hinaus haben bereits weitere Initiativen und Projekte, ganz im Sinne des Netzwerkgedankens, Beispiele für den Werkzeugkasten zur Verfügung gestellt. Alle Akteure sind herzlich eingeladen, auch ihre guten Beispiele für den Werkzeugkasten bereitzustellen (Kontakt).

Gesundheitsförderung bei Familien mit Migrationshintergrund

Auch wenn ekip einen besonderen Fokus auf Menschen mit türkeistämmigem Migrationshintergrund legt, so können die Erkenntnisse und Hinweise aus den Projekten selbstverständlich auch für andere Migrantengruppen wie auch für die aktuelle Arbeit mit Flüchtlingen genutzt werden. Dies gilt auch für die inhaltliche Konzentration auf die Verbesserung von Angeboten zur Übergewichtsprävention. Auch weitere Angebote der Gesundheitsförderung können von den Erkenntnissen, die hier im Zusammenhang mit Übergewichtsprävention gewonnen werden konnten, profitieren.

Der ekip-Werkzeugkasten spricht von Familien und Menschen mit Migrationshintergrund, die Zielgruppe ist jedoch nicht einheitlich – mit Blick auf ihr Herkunftsland, ihre Muttersprache, ihre Kultur, ihre Lebensbedingungen, ihre soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Situation. Diese Uneinheitlichkeit/Heterogenität der Zielgruppe war ein zentrales Thema in den ekip-Workshops und findet sich auch im Werkzeugkasten in vielen Kapiteln wieder: Aufgrund der individuellen Lebenswege und Biographien ist es von großer Bedeutung, besonders sensibel zu agieren und in den Angeboten den jeweiligen kulturellen und individuellen Kontext zu beachten. Interkulturelle Kompetenz, motivierende Ansprache, bedarfsgerechte Angebote und die entsprechende Sensibilisierung von Fachkräften sind auch die wesentliche Herausforderungen in der Arbeit mit geflüchteten Menschen, wie der Austausch im ekip-Netzwerk ergab. Zu diesen Herausforderungen bietet der ekip-Werkzeugkasten Unterstützung an.

Inhalte und Aufbau des ekip-Werkzeugkastens

Der ekip-Werkzeugkasten führt die Ergebnisse der ekip-Workshops, die Anregungen sowie die konkreten Erfahrungen der Experten und die Beispiele der Projekte vor Ort zusammen. Diese Erfahrungen und Tipps anderer sammelt der Werkzeugkasten und gibt sie weiter – er gibt sie jedoch nicht im Sinne eines „Leitfadens“ vor. Zur besseren Orientierung greift der Werkzeugkasten auf die Einteilung des sogenannten „Public Health Action Cycles“ zurück. Der Kreislauf beschreibt den Prozess einer Maßnahme zur Gesundheitsförderung: „vorbereiten“ (Analyse), „planen & organisieren“ (Planung), „gemeinsam umsetzen“ (Umsetzung) und „auswerten & verbessern“ (Evaluation). Jede dieser vier Projektphasen steckt voller Aufgaben.

Eine Liste dieser Aufgaben erscheint bei einem Klick auf das jeweilige Feld. Der ekip-Werkzeugkasten hilft nun Schritt für Schritt bei der Bearbeitung dieser Aufgaben: Was müssen wir beachten? („Fragen“), Was können wir von anderen Initiativen lernen? („Beispiele aus den ekip-Workshops und Projekten“), Wo finden wir weitere Informationen? („Weitere Quellen und Links“). Wer nur an einzelnen Phasen bzw. Themen interessiert ist, findet mit einem direkten Klick die gesuchten Informationen.

In den ekip-Workshops – „Werkstätten“ – wurden die oben genannten Aufgaben unterschiedlich intensiv diskutiert, daher sind auch die Informationen dazu im Werkzeugkasten aktuell noch unterschiedlich detailreich. ekip freut sich auf weitere Inhalte, Beispiele und Erfahrungen von Projekten vor Ort, um den Werkzeugkasten noch stärker zu füllen (Kontakt).

Aufgrund der flüssigeren Lesbarkeit haben wir im ekip-Werkzeugkasten auf eine Nennung beider Geschlechtsformen verzichtet. Es sind in allen Fällen stets beide Geschlechter gemeint, ohne dass sie explizit genannt sind. In Zitaten haben wir selbstverständlich die vorgegebene Schreibweise beibehalten.